Über das Projekt

Geschichte wie es zum Projekt Marktplatz des Wissens kam und

welche Ziele wir verfolgen.

Der Marktplatz des Wissens ist ein Ort der Begegnung, des Lernens und der inneren wie äußeren Friedensarbeit. Er ist aus einer tiefen Umbruchszeit entstanden und trägt die Erfahrung, dass echte Gemeinschaft, Selbstverantwortung und gelebter Dialog nicht verordnet werden können, sondern Räume brauchen, in denen sie wachsen dürfen.

Seinen Ursprung hat das Projekt in einem Café- und Begegnungsort, der im Zuge der gesellschaftlichen und politischen Einschnitte ab dem Jahr 2020 seinen ursprünglichen Betrieb weitgehend einstellen musste. Statt diesen Ort aufzugeben, reifte die Entscheidung, ihn neu zu denken: nicht mehr als Wirtschaftsbetrieb, sondern als offenen Raum für Bildung, Austausch und gemeinschaftliches Lernen.

So entstand die Idee des Marktplatzes des Wissens – als bewusste Antwort auf zunehmende Vereinzelung, Verunsicherung und den Verlust von Beziehungs-, Handwerks- und Friedenskompetenzen. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, die sich nach Tiefe, Sinn, Erdung und echtem Miteinander sehnen.

Im Marktplatz des Wissens schaffen wir einen geschützten, warmen Rahmen, in dem:

  • innere Klarheit, Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit wachsen können,
  • Bindungsprägungen (Mutter- und Vaterbeziehung) verstanden und gewandelt werden dürfen,
  • Gefühle als Kräfte des Lebens erfahren werden,
  • traditionelles Wissen, Natur- und Handwerkskompetenzen weitergegeben werden,
  • und Gemeinschaft jenseits von Ideologie, Leistungsdruck und Rollenbildern erlebbar wird.

Unsere Arbeit versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe, als Einladung zur Eigenverantwortung und als Beitrag zu einer friedlicheren Kultur – im Inneren wie im gesellschaftlichen Miteinander.

Getragen wird das Projekt vom Verein DANG und lebt von Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, zuzuhören, zu teilen und gemeinsam neue Wege zu gehen.

Der Marktplatz des Wissens ist kein fertiges Konzept.
Er ist ein lebendiger Prozess – offen, wachsend und getragen von der Überzeugung,
dass dort, wo Menschen sich ehrlich begegnen, Zukunft entsteht.

Ein wesentlicher Bestandteil des Marktplatzes des Wissens ist von Beginn an die offene Cafézeit. An jedem ersten Sonntag im Monat öffnen wir den Raum bewusst als ganz normales Café: mit Getränken, Kaffee und Kuchen, einfachen Begegnungen, Gesprächen und Zeit zum Ankommen.

Dieses Format dient keinem Programm. Es ist eine Einladung, uns, den Ort und die Atmosphäre „ganz unauffällig“ kennenzulernen – ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung, ohne Erwartung. Menschen können verweilen, zuhören, ins Gespräch kommen oder einfach da sein.

Gerade diese Offenheit hat sich als wertvoll erwiesen: Sie ermöglicht ein behutsames gegenseitiges Kennenlernen, lässt Vertrauen wachsen und schafft Raum für ehrliche Resonanz. Auf diese Weise sind viele Begegnungen entstanden, aus denen sich später eine vertiefte Teilnahme oder auch eine Mitgliedschaft im Verein entwickelt hat – organisch, freiwillig und im eigenen Tempo.

Der monatliche Café-Sonntag bildet damit das Herzstück des Marktplatzes des Wissens: als Schwelle zwischen Alltag und Vertiefung, zwischen Offenheit und Gemeinschaft, zwischen erstem Kontakt und weiterem Weg.